Deutsch 9e: Aufbau einer Argumentation

Einleitung
In der Einleitung soll der Leser auf das Thema hingeführt werden. Deshalb sollte man mit einem allgemeinen Gedanken beginnen und zum Schluss der Einleitung direkt auf das Thema hinweisen. Wenn sie richtig angelegt ist, muss man, ohne den Titel zu kennen, wissen, um was es in diesem Aufsatz geht.

Möglich sind folgende Einleitungen:

  • Aktuelles Ereignis: Ist das Thema gerade in den Nachrichten oder sonst irgendwie aktuell?
  • Zitat: Gibt es ein passenden Spruch/eine passende Aussage zu diesem Thema?
  • Persönliches: Kann ich von persönlichem Erleben ausgehen? Wie bin ich mit dem Thema in Berührung gekommen?
  • Gegensatz: Ist eine Hinführung vom Gegensätzlichen her möglich?
  • Vorgeschichte: Ein kurzer geschichtlicher Rückblick führt zum Thema hin.
  • Begriffserklärung/Definition: Was besagt das entscheidende Wort in der Überschrift?

Fasse dich bei der Einleitung kurz und steuere geradewegs auf das Thema zu!

Überleitung zum Hauptteil
Hier musst du dein sprachliches Geschick beweisen, denn sie soll zu einen noch den Zusammenhang zum vorhergehenden Einleitungsgedanken wahren, zum anderen muss sie ein Bindeglied zur Themafrage sein.

Hauptteil
Im Hauptteil wird das Thema ausgeführt. Es sollte beachtet werden, dass die Punkte steigernd angeordnet werden und zu den wichtigsten von ihnen Fakten, eigene Erfahrungen und Beispiele angeführt werden. Die einzelnen Abschnitte werden durch kurze Überleitungen verbunden und schließen den Hauptteil zu einem einheitlichen Ganzen zusammen.

Schluss

Wenn diese Ausführungen abgeschlossen sind, muss die Erörterung durch einen Schlussgedanken abgerundet werden. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder fasst man das. Thema kurz zusammen oder regt durch einen Gedanken, der über das Thema hinausweist, zum Nachdenken an.
Der Schluss soll möglichst kurz sein und nur einen oder wenige Gedanken enthalten.
Du kannst wählen zwischen:

  • Zusammenfassen des Ausgeführten: „So sehen wir…“ „So können wir feststellen…“ „Zusammenfassend lässt sich sagen…“
  • Wunsch: „Möge…“ „Ich hoffe…“ „Wir erwarten…“
  • Zukunft: Ausblick, Vorschau auf das Kommende, Planung für die Zukunft
  • Folge: Ergibt sich aus dem vorher Gesagten (Schlussfolgerung)
  • Gegensatz:  Runde das Thema mit einem Hinweis auf Gegensätzliches ab
  • Rückbesinnung auf Einleitung

Formulierungshilfen für Argumentationen

Gedanken aneinander reihen und ihre Bedeutung steigern

  • und, sowie sodann, zudem, außerdem
  • zunächst, im Übrigen, darüber hinaus, zusätzlich, nicht zuletzt, nicht nur… sondern auch
  • als Erstes ist zu nennen…,
  • dazu kommt, dass…,
  • als weiterer Grund ist … zu nennen
  • erwähnenswert/zu beachten ist auch…,
  • Wie oben schon erwähnt…,
  • Im Übrigen sollte man nicht vergessen, dass…,
  • Zum Schluss möchte ich anmerken, …

Vor- bzw. Nachteile eines Sachverhaltes aufführen

  • Es ist vorteilhaft, wenn…,
  • Ein weiterer Vorteil ist…,
  • Positiv ist auch zu bewerten,… ,
  • Nützlich ist zudem…
  • Eine ungünstige/nachteilige Folge ist, … ,
  • Ein weiterer Nachteil ist, … ,
  • Nachteilig ist auch,… ,
  • Es wirkt sich ebenso ungünstig aus, … ,
  • Negativ ist zudem, … ,
  • Außerdem muss man einwänden, dass … ,
  • Einer der schwerwiegendsten Nachteile ist …

Begründungszusammenhänge erstellen

  • weil, da, denn , auf Grund von , wegen
  • Das liegt daran, dass… ,
  • Ein Grund dafür ist … ,
  • Einer der Gründe ist … ,
  • Einen Grund dafür sehe ich in … ,
  • Die Ursache dafür liegt … ,
  • Verantwortlich dafür ist …

Folgen und Auswirkungen formulieren

  • deswegen, deshalb, daher, infolgedessen, demnach, also, folglich, sodass, dass
  • Eine Folge davon ist , … ,
  • Daraus ergibt sich, dass … ,
  • Das hat die Auswirkung, dass …

Angeben von Bedingungen und Voraussetzungen

  • wenn, falls,
  • In einem solchen Fall… ,
  • Unter diesen Bedingungen… ,
  • Geht man davon aus, dass…,
  • Im Falle…

Übergänge formulieren

  • In dieser… möchte ich mich mit … beschäftigen,
  • … auf … eingehen,
  • … die Frage beantworten

gegenteilige Behauptungen anfügen (Überleitungen)

  • Es gibt jedoch Ansichten, die dem widersprechen…
  • Nachdem nun die … deutlich geworden sind, möchte ich auf die … genauer eingehen.
  • In meinen bisherigen Überlegungen standen die … im Vordergrund. Aber man darf keinesfalls die … übersehen.
  • Aber es gibt nicht nur … , sondern auch …
  • Die folgenden Gedankengänge dieser Erörterung beziehen sich auf die …

abrundende Schlussgedanken

  • Zusammenfassend ist zu sagen, dass… ,
  • Damit wird deutlich, dass… ,
  • Nun kann man erkennen, dass … ,
  • Ich schlage daher vor, dass … ,
  • Man sollte also immer bedenken, dass … ,
  • Ich bin der Meinung, dass … ,
  • Wenn ich nun Vor- und Nachteile abwäge, komme ich zu folgender Schlussfolgerung… ,
  • Meiner Meinung nach … ,
  • Ich bin davon überzeugt, dass …

Beachtest du alle diese Punkte, hast du schon “gewonnen” 🙂

Sozi 10: Karikaturen interpretieren

Was ist eine Karikatur?

Definition: “Eine Karikatur ist eine humorvolle oder satirische Darstellung von Personen oder Situationen, die oft übertriebene Merkmale verwendet, um eine Botschaft zu vermitteln oder Kritik zu üben.”

Um Karikaturen zu “entschlüsseln”, kann man folgendermaßen vorgehen:

1. “Was ist zu sehen?”
Betrachte die Hauptfiguren: Schau dir an, wer oder was in der Karikatur dargestellt wird. Welche Personen, Tiere oder Symbole sind zu sehen.
Achte auch auf Details in der Zeichnung, wie Körperhaltung, Gesichtsausdrücke, Kleidung und Umgebung. Was sagen diese Details über die Botschaft der Karikatur aus?

2. “Was soll es bedeuten?”
Suche Symbole oder Metaphern, die in der Karikatur verwendet werden könnten. Welche Bedeutung haben sie?
Frage dich, aus welcher Perspektive der Karikaturist die Situation betrachtet. Welche Meinung oder Botschaft versucht er zu vermitteln?

3. “Was ist deine Meinung dazu?”
Welche Botschaft oder Kritik steht im Vordergrund? Was hältst du davon

Deutsch 9e: Friedrich Schiller

Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar), war ein Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker. Er gilt als einer der bedeutendsten deutschen Dramatiker, Lyriker und Essayisten.

Friedrich Schiller war der einzige Sohn eines auch als Wundarzt tätigen württembergischen Offiziers und wuchs mit seinen fünf Schwestern in Schwäbisch Gmünd, Lorch und später in Ludwigsburg auf. Dort besuchte er die Lateinschule und begann nach viermaligem Bestehen des Evangelischen Landesexamens am 16. Januar 1773 das Studium der Rechtswissenschaften auf der Karlsschule. Drei Jahre später wechselte er zur Medizin und wurde 1780 darin promoviert. Gleich mit seinem Theaterdebüt, dem 1782 uraufgeführten Schauspiel Die Räuber, gelang Schiller ein bedeutender Beitrag zum Drama des Sturm und Drang und der Weltliteratur.

1782, inzwischen Militärarzt, floh er vor dem Landesherrn Herzog Karl Eugen aus Württemberg nach Thüringen, weil ihm wegen unerlaubter Entfernung vom Dienst Festungshaft und ein Schreibverbot drohte. 1783 begann Schiller mit den ersten Arbeiten zum Don Karlos. Als seine Anstellung als Theaterdichter am Nationaltheater Mannheim ausgelaufen war, reiste Schiller 1785 nach Leipzig zu seinem späteren Förderer Christian Gottfried Körner. In den folgenden Jahren lernte er Christoph Martin Wieland, Johann Gottfried Herder und Johann Wolfgang von Goethe in Weimar kennen. Gemeinsam prägten sie die Weimarer Klassik.

Viele seiner Theaterstücke gehören zum Standardrepertoire der deutschsprachigen Theater. Seine Balladen zählen zu den bekanntesten deutschen Gedichten.

Friedrich Schiller war von Geburt Württemberger, später wurde er Staatsbürger von Sachsen-Weimar. 1792 wurde ihm die französische Ehrenbürgerschaft verliehen und somit zusätzlich auch die französische Staatsbürgerschaft – in Würdigung seines in Paris aufgeführten Dramas Die Räuber, das als Freiheitskampf gegen die Tyrannei verstanden wurde. (Quelle: Wikipedia)

–> Video “Schiller”

Deutsch 9e: Tagesberichte schreiben

Tabellarischer Tagesbericht

Wie der Name schon sagt, listest du bei einem tabellarischen Tagesbericht den Ablauf des Arbeitstages in einer einfachen Tabelle auf. Üblicherweise besteht so eine Tabelle aus mindestens zwei Spalten:

–> Vorlage

In der linken Spalte steht die Uhrzeit, zu der du eine neue Tätigkeit begonnen hast. In der rechten Spalte hältst du fest, welche Tätigkeiten du erledigt hast oder welche Tätigkeiten du kennenlernen konntest.

Natürlich kannst du darüber hinaus noch weitere Spalten anlegen, z.B. wer dich bei  betreut hat, wo du dich aufgehalten hast oder du legst eine Spalte für eigene Anmerkungen und Beobachtungen an.

Die Spalte, in der du deine Tätigkeiten beschreibst, ist die wichtigste.
Üblicherweise formulierst du beim tabellarischen Tagesbericht deine Tätigkeiten kurz, knapp, aber präzise in Stichworten.

Ausführlicher Tagesbericht

Im Gegensatz zum tabellarischen Tagesbericht ist der ausführliche Tagesbericht ein zusammenhängender Text, bei dem du den Tagesablauf im Ganzen darstellst.

Du beschreibst darin also alle Tätigkeiten und Aufgaben, die du während eines Tages erledigt hast in zeitlicher Reihenfolge – vom Arbeitsbeginn bis zum Feierabend.

Hier kannst du außerdem genauer als im tabellarischen Tagesbericht darauf eingehen, wo du – also in welcher Werkstatt oder Abteilung du mitgearbeitet hast, welche Materialien und Geräte du benutzt hast und wer dir bei deiner Aufgabe geholfen hat.

Achte darauf, dass du den ausführlichen Tagesbericht in der Vergangenheitsform (Präteritum) schreibst. Als Perspektive wähle bitte die Ich-Form.

Tipps zur zeitlichen Verknüpfung der Sätze:

  • zum Arbeitsbeginn
  • am Anfang
  • zu Beginn
  • als Erstes
  • seit
  • erst
  • vor Kurzem
  • bevor
  • nachdem
  • gleichzeitig
  • zur selben Zeit
  • während
  • daraufhin
  • als Nächstes
  • seit Kurzem
  • seit Längerem
  • kürzlich
  • inzwischen
  • zwischenzeitlich
  • währenddessen
  • unterdessen
  • Indessen
  • anschließend
  • am Anschluss
  • zum Abschluss
  • am Ende

Bonus: Besonders schön und anschaulich wird dein Bericht, wenn du am Ende noch ein paar Skizzen oder Fotos von Geräten, Materialien oder Werkstätten einfügst.

Deutsch 10c: Gedichtinterpretation

Gehe bei der Interpretation eines Gedichtes bitte folgendermaßen vor:

  1. Formuliere einen Einleitungssatz wie bei allen Inhaltsangaben (“In dem Gedicht “…” von … aus dem Jahr … geht es um…”).
  2. Gib den Inhalt der einzelnen Strophen mit deinen eigenen Worten wieder.
  3. Beschreibe die Form des Gedichtes in ausformulierten Sätzen (Strophen, Verse, Reime, Reimschema, Auffälligkeiten beim Satzbau).
  4. Untersuche den Sprachstil des Gedichtes – mit Beispielen:
    Gibt es auffällige Wörter als Schlüsselwörter oder Wortfelder bei Nomen, Adjektiven oder Verben? Beispiel: See, Tränen, Morgentau
    Wie spricht das lyrische Ich? Fröhlich oder traurig? An welchen Stellen des Gedichts wird dies deutlich?
    Welche rhetorische Figuren (Stilmittel) werden benutzt? Beispiele: Symbole, Metaphern, Vergleiche (als ob, wie wenn) Personifikation, Vergleiche, Anaphern, Alliteration.
    Welche Stimmung wird durch die Sprache erzeugt?
    Welche Gefühle werden durch die Sprache hervorgerufen?
  5. Beschreibe den Eindruck, den dieses Gedicht auf dich macht.
    Wie ist die Stimmung des Gedichts? Spricht dich das Gedicht an? Hast du auch schon einmal Erfahrungen mit diesem Thema gemacht?
    Was kann die Absicht des Autors/der Autorin gewesen sein, dieses Gedicht zu schreiben?